Ja, natürlich!

Amphibienschutz im Naturpark Altmühltal

Amphibien stehen heute vor neuen Herausforderungen durch veränderte Lebensräume, klimatische Veränderungen und Einflüsse der modernen Landnutzung. Der Amphibienschutz gewinnt vor diesem Hintergrund zunehmend an Bedeutung.

Neben den Insekten gehören die Amphibien zu den am meisten gefährdeten Tierklassen unserer Zeit. Viele der bei uns heimischen Amphibienarten sind auf der Roten Liste zu finden. Kröten, Frösche, Unken und Molche sind durch ihre dünne Haut sehr anfällig für die verschiedensten Schadstoffe, zudem fehlen zunehmend geeignete Laichgewässer, um ihnen langfristig ein Überleben zu sichern. Daher ist der Naturpark Altmühltal (SF) e. V. in vielfältiger Weise im Amphibienschutz aktiv.


schwarzes kleines Tier (Amphibie) sitzt auf menschlicher Hand

Kammmolch, Laubfrosch und Gelbbauchunke sind besonders geschützte Arten, für deren Erhalt sich der Naturpark Altmühltal gezielt engagiert. Als Leitarten sind sie besonders charakteristisch für die Lebensräume, in denen sie leben. Werden Gewässer zu ihrem Schutz aufgewertet, profitieren davon stets auch zahlreiche weitere Tier- und Pflanzenarten dieses Lebensraums.

Fluss mit Uferbewuchs, links Bäume mit roten Blättern, rechts grüne Wiese, bewölkter Himmel.
Waldsee mit herbstlich gefärbten Bäumen und deren Spiegelung auf der Wasseroberfläche.
Waldweg mit zwei schlammigen Wasserpfützen und dichtem Grün an den Seiten.

Neben Weihern, Tümpeln und Teichen spielen auch Bäche, insbesondere aufgestaute Abschnitte, eine wichtige Rolle als Amphibienlebensräume. Dabei wird deutlich, dass Amphibienarten sehr unterschiedliche Ansprüche an ihren Lebensraum haben. Die Gelbbauchunke ist beispielsweise eine typische Pionierart, die dynamische und sich verändernde Landschaften bevorzugt. Temporäre Gewässer wie wassergefüllte Fahrspuren im Wald bieten ihr ideale Bedingungen als Laichgewässer. Andere Arten wie der Laubfrosch sind hingegen auf etwas größere Gewässer mit strukturreichen und bewachsenen Uferbereichen angewiesen.


Der Naturpark engagiert sich aktiv in der Bildungsarbeit zum Thema Amphibien. An den Naturparkschulen werden den Schülerinnen und Schülern die Lebensweise und der Schutz dieser faszinierenden Tiere kindgerecht vermittelt. So helfen sie beispielsweise beim Sammeln der Kröten an den Krötenzäunen mit. Bei Führungen erhalten die Teilnehmenden spannende Einblicke in die Lebensräume, Unterscheidungsmerkmale und das Vorkommen von Fröschen und Lurchen. Eine besondere Aktion war ein Filmdreh zur Kreuzkröte im Steinbruch für die Sendung „Pia und die wilde Natur“.