Ja, natürlich!
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Kartierung von Vorkommen ausgewählter Amphibienarten im östlichen Landkreis Donau-Ries

Der Schutz und der Erhalt von Lebensräumen und der dort vorkommenden heimischen Tier- und Pflanzenarten ist dem Verein „Naturpark Altmühltal (Südl. Frankenalb) e.V.“ ein großes Anliegen. Daher hat der Verein, in Kooperation mit dem Landschaftspflegeverband Donau-Ries e.V. und der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises Donau-Ries ein Projekt zum Schutz und Erhalt von Amphibien initiiert.

Hintergrund ist, dass neben den Insekten die Amphibien zu den am meisten gefährdeten Tierklassen unserer Zeit gehören. Viele der bei uns heimischen Amphibienarten sind auf der Roten Liste zu finden. Kröten, Frösche, Unken und Molche sind durch ihre dünne Haut sehr anfällig für die verschiedensten Schadstoffe, zudem fehlen zunehmend geeignete Laichgewässer, um ihnen langfristig ein Überleben zu sichern.

Aus diesem Grund soll im Zuge dieses Projektes untersucht werden, wo im östlichen Bereich des Landkreis Donau-Ries (Monheimer Alb) Amphibien zu finden sind, nachdem die vorhandenen Daten teilweise schon sehr alt sind. Neben der Gelbbauchunke stehen vor allem Laubfrosch, Springfrosch und Kammmolch im Mittelpunkt. Für die untersuchten Gewässer werden dann konkrete, aber nicht verpflichtende Verbesserungsvorschläge erarbeitet.

Molch auf Kescher
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Das Projektgebiet umfasst die Gemeinden Monheim, Tagmersheim, Rögling, Daiting und Marxheim. Als Gebietskulisse wurden schließlich 21 Gewässer ausgewählt, bei denen man von Amphibienvorkommen weiß oder sie vermutet. Über den nachfolgenden Link kann die Gebietskulisse der Amphibienkartierung eingesehen werden.

Nach einer Auswertung vorhandener Daten erfolgt die Bestandsaufnahme in mehreren Durchgängen in den Jahren 2021 und 2022. Neben Weihern, Tümpeln und Teichen sind auch Bäche interessant, gerade wenn sie in Teilen aufgestaut sind. Außerdem sollen geeignete Waldgebiete auf Fahrspuren untersucht werden, die als Lebensräume für Gelbbauchunken wichtig sind. Für jedes untersuchte Gewässer werden dann die Ergebnisse aufgelistet und Vorschläge gemacht, welche Maßnahmen, wie z.B. Gehölzschnitt oder eine vorsichtige Entlandung dazu beitragen können, dass die vorkommenden Amphibien auch künftig gute Lebensbedingungen vorfinden.

Die Umsetzung der Maßnahmen kann in den kommenden Jahren über den Landschaftspflegeverband Donau-Ries e.V. erfolgen. Auch Naturschutzvereine und Privatleute können durch eine entsprechende Pflege der Gewässer dazu beitragen, dass es auch künftig noch viel Leben und Vielfalt in unseren Gewässern gibt.

Im Herbst 2021 lagen erste Zwischenergebnisse vor, im Herbst 2022 soll dann über das gesamte Projekt inklusive Vorschläge für Maßnahmen informiert werden.

Ehrenamtsprojekt

Im Rahmen eines Ehrenamtsprojektes hat der Verein Naturpark Altmühltal selbst in kleinem Umfang im Herbst 2021 Maßnahmen umgesetzt. Dabei wurden im Gemeindegebiet der Stadt Monheim in Zusammenarbeit mit der Ortsgruppe Monheim des Bund Naturschutz in Bayern e.V. Pflegemaßnahmen zum Schutz und Erhalt der Amphibien durchgeführt.

Anlage Tümpel
Amphibientümpel
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