Amphibienprojekt "Rund um Wellheim"
Grenzübergreifende Zusammenarbeit
2024/ 2025 war Carolin Stoll (Diplom Biologin) im Auftrag des Naturpark Altmühltal (Südliche Frankenalb) e. V. rund um Wellheim unterwegs, um Amphibien zu kartieren. Besonders im Fokus standen dabei Gelbbauchunke, Laubfrosch, Springfrosch und Kammmolch.
Die Kartierung wurde veranlasst, da die Datengrundlage für Amphibien in der Regel und auch in diesem Gebiet meist veraltet und lückenhaft ist. Ein kleiner Teil der Gewässer lag im Gemeindegebiet Rennertshofen, Landkreis Neuburg-Schrobenhausen.
Die mit der Kartierung beauftragte Biologin Carolin Stoll war 2024 und 2025 zwischen März und August an rund 40 Gewässern unterwegs – zu verschiedenen Tages- und Nachtzeiten, denn zum Kartieren gehört neben Beobachten, Keschern und Reusen legen auch das „Verhören“ der Rufe in der Nacht.
Erfreulicherweise wurde bei den Erhebungen sehr häufig der Springfrosch gefunden. Der Kammmolch konnte nur noch an drei voneinander isoliert liegenden Biotopen festgestellt werden. Gelbbauchunken leben noch in vier feuchteren Arealen rund um Wellheim. Auffällig ist aber, dass viele Gewässer im Jahresverlauf zu früh austrocknen, zunehmend verlanden und ihre Bedeutung als Lebensraum verlieren. Daher stellte die Biologin Handlungsempfehlungen zusammen, wie die vorgefundenen Biotope erhalten und in ihrer Eignung als Lebensraum nachhaltig verbessert werden können.
Im Vorfeld und während des Projektes konnten die für das Gebiet zuständigen Naturpark-Rangerinnen hier zahlreiche Kontakte knüpfen. Im Rahmen mehrerer Arbeitstreffen wurden mögliche Maßnahmen mit den Akteuren besprochen und vor Ort besichtigt. Diese werden nun in Zusammenarbeit des Naturpark Altmühltal (Südliche Frankenalb) e. V. mit den unteren Naturschutzbehörden und den Landschaftspflegeverbänden Eichstätt und Neuburg-Schrobenhausen, der Ortsgruppe Wellheim des Bund Naturschutz, den Bayerischen Staatsforsten, dem Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten sowie mit privaten Flächeneigentümern umgesetzt. Die untere Naturschutzbehörde des Landkreises Eichstätt ist bereits seit längerem im Wellheimer Trockental mit dem Projekt „Urdonautaler Auerochsen“ auf den Moorstandorten aktiv, hier sollen ergänzend Amphibienschutzmaßnahmen durchgeführt werden.
Finanziert wurde das Projekt nach den Landschaftspflege- und Naturpark-Richtlinien des Bayerischen Staatsministeriums für Umwelt und Verbraucherschutz (StMUV) sowie über Gelder für Kleinmaßnahmen der uNB Neuburg-Schrobenhausen.
