Ja, natürlich!
Wasserbecken auf kiesigem Boden in Steinbruch, abgesperrt mit rot-weißen Ketten an roten Pfosten.

Besucherlenkung zum Schutz sensibler Lebensräume

Maßnahmen für Wechselkröte und Kreuzkröte

Zum Schutz besonders sensibler Lebensräume kann es erforderlich sein, bestimmte Gewässer zeitweise zu sperren. Diese kurzfristigen bzw. temporären Sperrungen dienen beispielsweise dem Schutz der streng geschützten Arten Wechselkröte (Bufotes viridis) und Kreuzkröte (Epidalea calamita), die auf störungsarme Laichgewässer angewiesen sind.

Durch den Verlust ihrer natürlichen Laichgewässer weichen diese Arten beispielsweise in Steinbruchgebiete aus. Hier sind Bedingungen für eine störungsfreie Laichablage aber häufig nicht gegeben. Denn schon geringe Beeinträchtigungen, etwa durch freilaufende Hunde, Betreten oder Durchfahren der Uferbereiche, können die erfolgreiche Fortpflanzung erheblich beeinträchtigen. Um den langfristigen Erhalt dieser seltenen Amphibienarten zu sichern, werden betroffene Gewässer daher bei Bedarf zeitlich befristet gesperrt. Neben der Besucherlenkung durch eine Absperrung liegt ein besonderes Augenmerk auf der Aufklärung durch Informationstafeln. Hier wird erklärt, warum die Gewässer besonders schützenswert sind.

Hinweisschild zu Lebensraum der vom Aussterben bedrohten Wechselkröte in kiesigem Gelände mit Absperrung.
Grünlich-braune Kröte mit Flecken auf nassem, kieselsteinbedecktem Boden bei Nacht.
Wasserbecken auf kiesigem Boden in Steinbruch, abgesperrt mit rot-weißen Ketten an roten Pfosten.