Kreuzkröten zwischen Eichstätt und Petersbuch
Lebensräume für die Kreuzkröte im Steinbruch sichern
Die Kreuzkröte (Epidalea calamita) ist eine seltene und streng geschützte Amphibienart, die auf dynamische, offene Lebensräume angewiesen ist. Ursprünglich besiedelte sie natürliche Pionierstandorte wie Flussauen oder Küstendünen. Heute findet sie geeignete Ersatzlebensräume häufig in Abbaustellen wie Steinbrüchen, Kies- und Sandgruben. So auch im Steinbruchgebiet bei Petersbuch (Eichstätt).
Steinbrüche bieten der Kreuzkröte ideale Bedingungen: offene, vegetationsarme Flächen sowie flache, temporäre Gewässer zur Fortpflanzung. Diese erwärmen sich schnell, sind meist fischfrei und bieten dadurch günstige Entwicklungsbedingungen für Laich und Kaulquappen. Auch Fahrspuren, Mulden oder wassergefüllte Senken können als wichtige Laichhabitate dienen.
Um diese Lebensräume langfristig zu sichern engagiert sich der Naturpark Altmühltal (Südliche Frankenalb) e. V. in enger Abstimmung mit der Unteren Naturschutzbehörde und dem Bund Naturschutz zum Beispiel durch:
- die Schaffung und der Erhalt flacher, sonniger Kleingewässer
- das Offenhalten von Rohboden- und Pionierflächen
- eine abschnittsweise Pflege zur Vermeidung von Verbuschung
- Rettung von Kaulquappen aus trockenfallenden Temporärgewässern
