Ja, natürlich!
Schaf mit Glocke am Hals steht auf Gras neben Felsen und Solarpanelen unter blauem Himmel.

Mit Sonnenkraft für Artenvielfalt: Modellprojekt für den Naturpark Altmühltal

Neue Freiflächen-Photovoltaikanlage der Brauerei Gutmann verbindet Energiegewinnung und Naturschutz

Südöstlich von Titting, am Radweg von Eichstätt nach Titting und damit außerhalb der Schutzzone des Naturpark Altmühltal, hat die Brauerei Gutmann eine neue Freiflächen-Photovoltaikanlage (PV-Anlage) in Betrieb genommen. Mit diesem Solarfeld kann die Brauerei nun 50 Prozent ihres Strombedarfs decken. Gleichzeitig steht die PV-Anlage, die in enger Kooperation mit dem Landkreis Eichstätt und dem Naturpark Altmühltal (Südliche Frankenalb) e. V.  entstanden ist, auch beispielhaft für die Vereinbarkeit von nachhaltiger Energieerzeugung und Artenschutz.

Das Konzept der Anlage geht in ökologischer Hinsicht deutlich über die gesetzlichen Anforderungen hinaus; zudem wurde sie speziell an die Juralandschaft angepasst. Aus diesen Gründen gilt sie als Modell für den gesamten Naturpark Altmühltal und lässt sich auf viele weitere Standorte im gesamten Naturpark übertragen.

Gruppenfoto von 20 Personen vor einem Solarfeld bei klarem Himmel und herbstlicher Vegetation im Hintergrund.
Freifläche mit jungen Bäumen, Schafgehege, Infotafel und Sitzbank unter blauem Himmel.

Die neue Freiflächen-Photovoltaik-Anlage der Brauerei Gutmann liegt außerhalb der Schutzzone des Naturpark Altmühltal am Radweg Eichstätt-Titting. Vor Ort informiert an einer neu geschaffenen Sitzgelegenheit eine Infotafel über das Projekt. Bei einem Pressetermin am 30. Oktober 2025 wurde die PV-Freiflächenanlage als Modellprojekt der Öffentlichkeit präsentiert.


Bereits Im Vorfeld der Planungen hatte der Gemeinderat der Marktgemeinde Titting Kriterien für die Entwicklung von Freiflächen-PV-Anlagen im Gemeindegebiet aufgestellt. Diese betreffen unter anderem den Abstand zum Wald, die Einsehbarkeit und die Durchlässigkeit für Wild. Außerdem war es der Marktgemeinde wichtig, dass der Strom für den Tittinger Eigenbedarf genutzt werden kann. All das ist bei vorliegendem Projekt erfüllt.

Künftig wird die Anlage vom Ranger-Team des Naturparks betreut, das die Entwicklung von Flora und Fauna im Rahmen eines langfristigen Monitorings dokumentiert. Die Erfahrungswerte, die hier gesammelt werden, können deshalb von all jenen genutzt werden, die ebenfalls eine Freiflächen-Photovoltaikanlage planen und dabei Klima- und Artenschutz verbinden wollen.

Bei der Anlage dieser PV-Anlage entstanden – statt der üblichen zwei – insgesamt sechs Biotop-Typen und damit  Lebensräume für unterschiedlichste Tiere und Pflanzen. In diesem Fall sind dies die Biotop-Typen:

Durch dieses Vorgehen wird nicht nur nachhaltige Energie erzeugt, sondern gleichzeitig auch der Natur etwas zurückgegeben.

PM zum Pressetermin am 30.10.25 (123,0 KB)